Bei DC tut sich was: Nachdem im vergangenen Jahr die Superman-Verfilmung von James Gunn die Kino-Charts eroberte, soll dieses Kunststück in diesem Jahr wiederholt werden. Im Juni startet „Supergirl“ mit Milly Alcock als die intergalaktische Cousine von Kal-El. Die Regie hat Craig Gillespie übernommen, bekannt zum Beispiel durch „I, Tonya“ oder die Serie „Pam & Tommy“. Er hat ein Faible dafür, weibliche Charaktere in Szene zu setzen. Schade nur, dass man die Heldin nach wie vor „Girl“ nennt. Ist es nicht an der Zeit, erwachsene Frauen auch als Frauen zu bezeichnen? Nun ja, Hauptsache „Super“, dadurch passt es ja zum Glück.

Der erste Trailer zeigt uns eine Welt weit, weit weg von der Erde. Das ist ein guter Schachzug, denn fernab von unseren alltäglichen Storys kann sich die verrückte Handlung besser enthalten. Außerdem passt Superman ja auf uns auf, es braucht keine zweite, ähnlich gestrickte Heldin. Wobei: So ähnlich sind sich die beiden dann ja doch nicht, wie man bereits im „Superman“-Film erahnen konnte. Wo Clark Kent eher brav und ein wenig bieder erscheint, torkelt Supergirl leicht angetrunken durchs Bild. Regeln? Pah, gelten für andere. Und gerade diese Eigenschaft und ihre freche Klappe kommen ihr in ihrem eigenen Film sehr gut gelegen.

Wie es für aktuelle Superhelden-Filme üblich, reicht es nicht, nur einen Helden mit Superkräften zu präsentieren. Diesmal allerdings darf man sich wirklich über die Ergänzung freuen. Lobo hat in „Supergirl“ seinen ersten Auftritt. Der Anti-Held wird von Jason Momoa gespielt. Ja, richtig gelesen. Bisher spielte er für DC den Wasserkönig Aquaman, als Lobo macht er seine Gegner nass. Die Rolle scheint wie für ihn erdacht worden zu sein. Nach eigenen Angaben wollte er immer Lobo sein. Das Ergebnis sieht man im kurzen Teaser.

Am 25. Juni 2026 startet „Supergirl“ in den deutschen Kinos. Und wenn die Zutaten so gut schmecken, wie die ersten Bilder vermuten lassen, könnte das der große Sommer-Blockbuster werden.